Bau des ersten Sarkophages und Stilllegung des Reaktorkomplexes Tschernobyl.
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Abb. 10: Das zerstörte Reaktorgebäude ist durch einen Stahlbetonmantel eingeschlossen. Dieser Sarkophag soll die Strahlung abschirmen. Er gilt als Provisorium, ein zweiter Sarkophag ist geplant.
© Tschernobyl Interinform
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| (3.11) | Botsch, Wolfgang: Untersuchungen zur Strahlenexposition von Einwohnern kontaminierter Ortschaften der nördlichen Ukraine, Universität Hannover, 2000, S. 19 | | (4.5) | Mraz, Gabriele; Wenisch, Antonia: Der Reaktorunfall in Tschernobyl. Darstellung der Folgen für Umwelt und Gesundheit aus der Sicht verschiedener Interessengruppen, Österreichisches Ökologieinstitut, Wien, 1986/87, S. 21 | | (24.1) | Strahlentelex 362-363/2002, Inhaltsangabe des Films: Tschernobyl - Der Millionensarg, ZDF, Mainz, März 2002, S. 2 |
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Weiterführende Literatur
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| (134) | Chernousenko, Vladimir M.: Chernobyl, Insight from the Inside, Springer Verlag, Berlin Heidelberg, 1991 |
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Sarkophag und Stillegung Innerhalb von sieben Monaten wurden das zerstörte Reaktorgebäude und dessen geschmolzener Kern durch einen Stahlbetonmantel eingeschlossen. Dieser Shelter oder Sarkophag soll die Strahlung abschirmen und den restlichen Brennstoff einschliessen. Der Sarkophag gilt als Provisorium. Er ist nur für eine Lebenszeit von 20 bis 30 Jahren gebaut. Als grösstes Problem gilt seine Stabilität:Er wurde in grosser Eile gebaut, und seine Träger können durchrosten.
Im Jahr 1997 wurde der Shelter Implementation Plan (SIP) von den G7-Staaten, Russland, der EU und Ukraine mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) initiiert. Die neue Schutzhülle soll es ermöglichen, die radioaktiven Stoffe mindestens 100 Jahre sicher einzuschliessen.
Die neue, 20 000 Tonnen schwere Hülle soll die im Tschernobyl-Reaktor 4 zurück gebliebenen Abfälle überdecken. Das 768 Millionen Euro teure Projekt soll laut offiziellen Stellen bis zum Jahr 2008 endgültig fertiggestellt sein
(3.11; 4.5; 24.1).
Drei Jahre nach dem Reaktorunfall stoppte die sowjetische Regierung den Bau eines V. und VI. Reaktorblocks auf dem Gelände des Kernkraftwerks Tschernobyl. Nach langen internationalen Verhandlungen wurde der gesamte Reaktorkomplex Tschernobyl am 12. Dezember 2000 stillgelegt.
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